Odelzhausen – In den ersten drei Stunden des neuen RotKreuzShops in Odelzhausen konnten schon vor der offiziellen Eröffnung bereits 15 Kleidungsstücke verkauft werden.

Im Beisein von Landrat Stefan Löwl und Bürgermeister Markus Trinkl eröffneten der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath, seine Stellvertreterin Angelika Gumowski, der BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt und Schatzmeister Nico Schuster den neuen Secondhandladen in der Marktstraße 35 in Odelzhausen. Damit betreibt das BRK Dachau nunmehr vier RotKreuzShops – in Dachau, Karlsfeld, Markt Indersdorf und eben Odelzhausen – und liegt voll im Trend: Gut erhaltene Secondhand-Ware ist aus Gründen der Nachhaltigkeit wieder im Kommen und vor allem auch bei jüngeren Menschen gefragt.

Bernhard Seidenath betonte: „Die RotKreuzShops sind dazu da, um anderen Menschen zu helfen. So gibt es in einer elementaren Notlage in den Shops Kleidung. Sie sind aber auch ein Kontrapunkt in unserer Wegwerfgesellschaft. Hier wird gut erhaltene Kleidung in den Wirtschaftskreislauf zurückgebracht und das BRK kann mit den Erlösen seinen Aufgaben nachkommen.“

Vor einigen Monaten befand sich im Laden an der Marktstraße noch eine Postfiliale. Bürgermeister Markus Trinkl berichtete: „Ich habe bedauert, dass sie in der Ortsmitte schließt.“ Doch jetzt habe sich eine sehr gute Entwicklung ergeben. „Der Laden trifft den Zeitgeist und wir haben einen neuen Fixpunkt in der Ortsmitte.“  Für seine drei Kinder sieht er eine gute Gelegenheit zum Einkaufen. „Wenn eine Hose oder Jacke kaputt geht, müssen wir nicht extra nach Dachau oder Aichach fahren.“ Und auch für Senioren könne sich der neue Laden zu einem Treffpunkt entwickeln und damit Teil der örtlichen Gemeinschaft werden.

Die neue Leiterin Assunta Osterauer sieht das ähnlich. „Mit sehr viel Liebe haben wir in wenigen Wochen den Laden eingerichtet. Vor einer Woche war alles noch voll mit Plastiktüten, jetzt strahlt der Laden. Wir haben mit wenigen Mitteln versucht, das Beste daraus zu machen“, sagt die 36-jährige. Das ist ihr mit den beiden neuen Mitarbeiterinnen Brigitte Bader und Monika Aumüller gelungen. Beide sind Feuer und Flamme, dass sie eine schöne Aufgabe haben und freuen sich auf viele Kundenkontakte.

Zufrieden ist auch die Leiterin der BRK-Gemeinschaft Wohlfahrt und Sozialarbeit, Angelika Gumowski: „Unser Team hat ganze Arbeit geleistet und fleißig renoviert. Der Laden ist auch ein gesellschaftliches Zeichen, denn Ressourcen zu sparen, ist mittlerweile enorm wichtig geworden.“ Das Konzept für den neuen Shop hat Adrian Best aus der BRK-Kreisgeschäftsstelle erarbeitet. Bettina Kugler, Abteilungsleiterin Soziales und Service, berichtet: „Von der Unterzeichnung des Mietvertrags bis zur Eröffnung ging es sehr schnell. Dass wir zu Beginn des neuen Jahres aufmachen konnten, war unser Plan. Jetzt suchen wir noch weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.“ Darüber wäre auch die Leiterin Assunta Osterauer glücklich. „Wir haben jetzt sechs Helferinnen. Mit mehr Personal könnten wir unsere Öffnungszeiten erweitern.“ Bislang ist der Laden am Montag und Dienstag von 10 bis 15 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Auch und gerade männliche Helfer seien willkommen, betont sie.

Der BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt freut sich über den neuen Laden. „Der neue RotKreuzShop bedeutet einen schönen Jahresauftakt für das BRK Dachau. Er ist ein Symbol der Wärme und Zuversicht, denn Armut gibt es nicht nur in der Welt, sondern auch in Deutschland. Die Einnahmen fließen im Gegensatz zu privat betriebenen Secondhandläden nicht in private Taschen, sondern kommen zu einhundert Prozent dem Roten Kreuz zugute.“ Unter den ersten Kunden war auch Landrat Stefan Löwl. Er kaufte zwei Krawatten.

Foto: Stefan Löwl kauft bei Assunta Osterauer (hinter der Theke zwei Krawatten. Von li nach re: Nico Schuster, Dennis Behrendt, Bernhard Seidenath, Markus Trinkl, Franz Osterauer (ganz hinten), Rechts: Angelika Gumowski, Bettina Kugler und Adrian Best. Ganz vorne: Brigitte Bader.

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