Dachau – Das BRK Dachau ist nun noch besser für Rettungseinsätze gerüstet. Die Drohnen „Enterprise 12“, „Eagle 17“ und „Apollo 13“ erleichtern die Arbeit der Rotkreuzler, weil sie ihnen einen schnellen Überblick über die Einsatzstelle oder bei Vermisstensuchen an Gewässern wie den Karlsfelder See oder an Land helfen können. „Das spart wertvolle Zeit“, berichtet der Technische Leiter der Wasserwacht Andreas Fritsch.

Vor einem Jahr begann Fritsch aus der Wasserwacht und Bereitschaft zusammen mit der Planung der Drohnen-Einsätze. „Bei der Konzeption der Einsätze haben alle zusammengewirkt und ihre Ideen eingebracht. Die große Erfahrung unserer Mitglieder hat dabei viel geholfen“, so Fritsch. Im Lehrsaal und der Einsatzzentrale der Rettungswache Gröbenried wurden die drei Drohnen der Fabrikate DJI Mavic 2 Enterprise Advanced und DJI Mavic Air 2 zusammengebaut und konfiguriert. Nach einem ersten Funktionstest bekamen die Drohnen ihre Rufnamen und wurden Einsatzgebieten zugeteilt. Die „Enterprise 12“, ausgestattet mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera, Zusatz-Leuchtmittel und Lautsprecher, wird vor allem bei der Vermisstensuchen eingesetzt. Die „Eagle 17“ ist in den Sommermonaten an der Wasserrettungsstation der Wasserwacht am Karlsfelder See stationiert. Sie unterstützt die schnelle Suche, weil sie Übersicht über die Einsatzstelle gibt und bei vermisstensuche unterstützen kann. „Apollo 13“ dient zu Übungszwecken und die Ausbildung angehender und neuer Drohnenpiloten. Das Drohnenteam ist in seiner gesamten Struktur dem Fachdienst Information und Kommunikation (IuK) des BRK Dachau sowie dessen Fachdienstleitern in den Bereitschaften zugeordnet. Die Teamleitung besteht aus Philipp Gregorzewski von der Bereitschaft Dachau und Andreas Fritsch. „Nun arbeitet das ganze Team, derzeit elf Mitglieder, daran, alle Ausbildungen und Trainingsflüge regelkonform durchzuführen“, berichtet Andreas Fritsch. Auch der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath freut sich sehr über die Innovationsfreudigkeit und Zusammenarbeit der Wasserwacht und Bereitschaft: „Einerseits ist die moderne Aufrüstung des Roten Kreuzes sehr erfreulich und aus technischer Sicht zeitgemäß. Andererseits hoffen wir auf möglichst wenig Einsätze, um am Karlsfelder See Leben retten zu müssen, wie es in diesem Sommer bereits der Fall war.“

Foto: Andreas Plennert und Philipp Gregorzewski (rechts) mit der „Enterprise 12“.

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