Bürger werden gebeten, Lebensmittel zu spenden

Dachau – Der Dachauer Tafel fehlt es aktuell grundlegend an Waren. Die Gründe für den akuten Mangel sind laut Edda Drittenpreis, der Tafel-Leiterin, vielfältig. Einer davon ist, dass die Lebensmittelmärkte nicht mehr so viele Waren im Lagerbestand haben. „Das hängt auch mit den gestiegenen Preisen zusammen“, so Edda Drittenpreis. „Frischware bekommen wir seit einiger Zeit kaum mehr“, berichtet sie. Ein weiterer Grund ist die gestiegene Nachfrage in den Tafeln. Edda Drittenpreis rechnet zudem mit einem weiterhin erhöhten Kundenaufkommen. Sie ist sicher: „Familien, die bis dato gerade noch so klargekommen sind, werden es jetzt mit den steigenden Preisen nicht mehr schaffen.“

Laut ihrer Statuten dürfen die Tafeln nichts zukaufen. Ausgegeben werden dürfen ausschließlich Lebensmittel, die von den Supermärkten, den Erzeugern oder anderen gespendet werden, weil diese einen Überhang haben. Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath bittet deshalb um Privatinitiative. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, einzukaufen und die Lebensmittel zur Tafel zu bringen. Auf diese Weise kann bedürftigen Kundinnen und Kunden geholfen werden. Alle Lebensmittel sind willkommen!“, so Seidenath. Vor allem fehlen Öl, Kaffee, Tee und frische Lebensmittel wie Wurst und Käse. Ebenso werden Mehl, Nudeln und Gemüse dringend benötigt. Auch dem amtierenden BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt ist eine funktionierende Tafel wichtig. Er betont: „Tafeln vermeiden nicht nur, dass Lebensmittel weggeworfen werden. Sie helfen auch Bedürftigen. Gerade in Zeiten von Flucht und Migration sind sie besonders wichtig. Die Tafeln sind in schwierigen Zeiten für viele ein sicherer Anker.“
Die Lebensmittelspenden können jeden Dienstag von 8 Uhr bis 14 Uhr (oder nach Vereinbarung) in der Tafel in der Brunngartenstraße abgegeben werden.

Für Fragen bzw. zur Vereinbarung von anderen Terminen steht der stellvertretende Leiter der Tafel Albert Solleder unter Tel. 0173/9764832 zur Verfügung.

Foto: Albert Solleder und Edda Drittenpreis vor den leeren Kühlregalen in der Dachauer Tafel