Seit November wärmte das umstrickte Brückengeländer am Mühlkanal die Herzen der Passanten. Jetzt entfernten die StraßenstrickerInnen die bunten Strick- und Häkelarbeiten und starteten gleichzeitig ein neues Projekt.

Die Installation aus Handarbeiten im öffentlichen Raum war der Beginn des neuen kulturellen Projektes, welches das BRK Dachau im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. Die Stadt Dachau unterstützte das Projekt. Oberbürgermeister Florian Hartmann und der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Hans Ramsteiner stellten die Strick- und Häkel-Installation in einer Vernissage der Öffentlichkeit vor. Entwickelt wurde das Projekt von Julia Kießig, Projektkoordinatorin Soziale Innovation des BRK Dachau, im Rahmen des Silber Club, einem neuen Angebot des BRK Dachau für die Generation 60+.

Ein halbes Jahr lang hat die Umhüllung aus gestrickten und gehäkelten Rechtecken, die alle das Zeichen des Roten Kreuzes tragen, viele Passanten am Fuße des Karlsbergs erfreut.

Foto (von links): Paul Polyfka, Julia Kießig, Gabriele Sölter, Heide Schmetzer und Brigitte Göttler präsentieren das neue Projekt der StraßenstrickerInnen: Handgearbeitete Einkaufsbeutel.
Foto (von links): Paul Polyfka, Julia Kießig, Gabriele Sölter, Heide Schmetzer und Brigitte Göttler präsentieren das neue Projekt der StraßenstrickerInnen: Handgearbeitete Einkaufsbeutel.

Vorsichtig entfernten Brigitte Göttler, Heide Schmetzer, Gabriele Sölter und Julia Kießig nun mit der Schere die bunten Handarbeiten vom Geländer. Das mehrere Meter lange Kunstwerk soll nach dem Waschen auf dem Gelände des Rotkreuzhauses einen würdigen Platz finden, eventuell als Umhüllung eines Lichtmasts, das sicherte der BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka zu. Er dankte den beteiligten Strickerinnen für ihre wertvolle Arbeit: „Sie bringen ein neues kreatives Feld zu uns. Die bestrickte Brücke hat für jedermann sichtbar gemacht, wie viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder und Möglichkeiten es gibt, sich beim BRK Dachau einzubringen.“

Die StraßenstrickerInnen präsentierten bei dieser Gelegenheit auch gleich ihr zweites neues Projekt: Gehäkelte und gestrickte Einkaufsbeutel. „Wir möchten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten“, betonte Heide Schmetzer aus Karlsfeld. Zwischen vier und sechs Stunden verwenden die Strickerinnen für eine handgearbeitete Tasche. Die schönen Einkaufsbeutel sind ein Statement gegen Plastik und schlagen die Brücke zum Fair Weltladen Dachau. Damit sollen sie ein Beitrag sein auf dem Weg Dachaus zur Fairtrade-Stadt, wie Julia Kießig erläuterte. Die Projektkoordinatorin Soziale Innovation des BRK Dachau sagte: „Wir wollen die Taschen für einen guten Zweck öffentlich versteigern.“ Wann und wo wird noch mitgeteilt.

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