Christa Stewens (Mitte) überreichte Bernhard Seidenath für seine Verdienste um das BRK Dachau die Ehrenplakette in Silber. Von links: Paul Polyfka, Hans Ramsteiner, Angelika Gumowski und Josef Mederer.

Bernhard Seidenath hatte nicht mit einer Überraschung gerechnet. Die Bezirksvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes Christa Stewens verlieh ihm für seine Verdienste um den Kreisverband Dachau die Ehrenplakette in Silber. Seit 2013 führt Bernhard Seidenath in ehrenamtlicher Funktion das BRK Dachau und läutete mit Sorgfalt und Blick auf die Zukunft einen Generationenwechsel ein, so Stewens: „Mit beeindruckender Tatkraft hat Bernhard Seidenath Bewegung in den Kreisverband gebracht und die internen Entwicklungen mit Bravour gemeistert.“ Der Wandel zu einem modernen und zukunftsfähigen Wohlfahrtsverband ist wichtigen personellen Veränderungen mit neuem Kreisgeschäftsführer und Schatzmeister zu verdanken, der Schließung defizitärer Geschäftsfelder und einer finanziellen Stabilisierung. Christa Stewens betonte: „Es ist Bernhard Seidenath gelungen, im Konsens zum Wohl des Verbandes zu handeln, die Vorstandsmitglieder einzubinden, Partnerschaften aufzubauen und den ehrenamtlichen Mitgliedern die angemessene Beachtung zu schenken.“

Bernhard Seidenath gab das große Lob an die hauptamtlichen Mitarbeiter, vor allem aber an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer weiter. „Sie sind unser Schatz. Wir sind dankbar, dass jeder einzelne mithilft, den Kreisverband Dachau zukunftsfähig zu machen“, betonte er. Im Jahresrückblick berichtete er über die positiven Entwicklungen mit mittlerweile sieben HvO-Gruppen, dank derer in Kooperation mit dem THW im Landkreis Dachau flächendeckend vor Ort Hilfe geleistet werden kann. In Hebertshausen wurde 2018 das Kinderhaus „Weltentdecker“ eröffnet, die Blutspende konnte mit der Unterstützung des Jugendrotkreuzes in Markt Indersdorf wieder etabliert werden und an einem „Think Big-Tag“ wurden Zukunftsvisionen für die nächsten 20 Jahre geschmiedet. Nicht jede Entwicklung war erfolgreich: „Es war ein schmerzhafter Einschnitt, dass wir die ambulante Pflege – zumindest vorübergehend – aufgeben mussten“, so Seidenath. Im Ausblick auf das Jahr 2019 nannte der BRK-Kreisvorsitzende die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 130-jährigen Bestehen des BRK Dachau im August, den Neubau des BRK-Kinderhortes Wirbelwind in Vierkirchen und den Einstieg in dieTagesbetreuung für Pflegebedürftige, um insbesondere pflegende Angehörige zu entlasten. Seidenath dankte schließlich seinem Stellvertreter Hans Ramsteiner, der sich aufopferungsvoll um das „ebenso wichtige wie erfolgreiche“ (Seidenath) Hilfsprojekt des BRK Dachau „Krankenschwestern für Iwano Frankiwsk“ gekümmert hat.