Der Leiter Rettungsdienst Dennis Behrendt (ganz rechts) mit Laura Grimm (links), Tobias Weber (sitzend) und Erik Drescher.

Mit insgesamt zwölf Auszubildenden vom ersten bis zum dritten Lehrjahr sowie zwei frisch examinierten Notfallsanitätern aus der eigenen Ausbildung ist der Rettungsdienst des BRK Dachau gut gerüstet für die Zukunft.

„In vielen Branchen herrscht Fachkräftemangel. Bei uns nicht, denn wir bilden mit Perspektive aus“, betont der Leiter Rettungsdienst und stellvertretende Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt. Durch seine eigene Tätigkeit im Rettungsdienst weiß er, worauf es in der Ausbildung zum Notfallsanitäter ankommt. So beginnt die Ausbildung bereits mit einem anspruchsvollen Bewerberverfahren. „Es hat sich über die Jahre ausgezahlt, dass hier an der richtigen Stelle investiert wird“, so Behrendt.

Erik Drescher und Tobias Weber haben die Ausbildung im Herbst erfolgreich abgeschlossen. Der 28-jährige Tobias Weber hat dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens eine Ausbildung beim BRK Dachau vorgezogen. Mit einem Notendurchschnitt von 1,3 hat er in diesem Jahr das beste Examen in der Berufsfachschule erzielt und sich entschlossen, in der Rettungswache in Gröbenried zu bleiben. „Die Strukturen des Rettungsdienstes des BRK in Dachau sind hervorragend organisiert“, so Weber. Der Beruf des Notfallsanitäters gefällt ihm, weil er schnell und qualifiziert helfen kann. „Man bringt den Betroffenen in einer schwierigen Situation weiter“, so Tobias Weber. Die Kompetenzen des Notfallsanitäters sind weitreichend, denn er ergreift lebensrettende und schmerzlindernde Maßnahmen oft auch ohne den Einsatz eines Notarztes. Entscheidungen müssen deshalb sicher und schnell getroffen werden. Der zweite frische Notfallsanitäter ist Erik Drescher. Der 21-jährige kam über den Bundesfreiwilligendienst, den er bei der Caritas absolvierte, zum BRK Dachau. Auch er mag es, fachkundig und teamorientiert am Einsatzort zu helfen: „Wenn wir gleich die richtigen Schritte einleiten, profitieren die Patienten direkt von unserer Hilfe.“ An der Ausbildung gefällt ihm, dass alle Mitarbeiter, unabhängig von der Ausbildung, eingebunden werden. „Wir haben hier ein sehr effektives Team-Ressourcen-Management, sodass alle Kompetenzen und Fähigkeiten zum Wohl des Patienten eingesetzt werden“, berichtet er. Erik Drescher wird zukünftig in der Rettungswache in Markt Indersdorf seinen Dienst leisten. Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath unterstreicht den Stellenwert der Ausbildung beim BRK: „Das BRK ist ein sorgfältiger Ausbilder, dem die Perspektive der jungen Menschen am Herzen liegt. Umso mehr freut es uns, wenn diese auch nach der Ausbildung bei uns bleiben. Diese Haltung entspricht dem Gedanken der Nachhaltigkeit und der gegenseitigen Identifikation von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.“

Das alles steht der 18-jährigen Laura Grimm sowie Sarah Häußler, Florian Mair und Leonardo Hauk noch bevor. Alle vier haben im Oktober mit der Ausbildung beim BRK Dachau begonnen. Laura Grimm entschloss sich nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Krankenhaus zu dieser Berufswahl. „Mir ist wichtig, dass ich viel lerne, in einem coolen Team arbeite und Spaß an meinem Beruf habe“, so die 18-jährige Erdingerin. Bevor sie das Team im Rettungswagen unterstützen darf, startet sie mit einer sechswöchigen theoretischen Grundqualifizierung in der Berufsschule, danach erfolgt die dreijährige Berufsausbildung immer im Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Über die sozialen Medien erfuhr sie, dass die Ausbildung beim BRK Dachau attraktiv ist. „Viele aus Dachau und dem Landkreis bewerben sich hier. Der Kreisverband Dachau ist sehr aktiv, mit vielen jungen Mitarbeitern“, berichtet sie. Der Leiter Rettungsdienst Dennis Behrendt bestätigt diese Sicht: „Wir geben jungen Menschen die Gelegenheit, sich einzubringen. Wir schätzen frische Ideen. Unsere älteren Mitarbeiter schätzen wir genauso, weil wir auf ihre langjährige Erfahrung zählen können“, so Behrendt.

Neben Ausbildungsplätzen bietet der BRK-Rettungsdienst auch Stellen für den Bundesfreiwilligendienst sowie für das Freiwillige Soziale Jahr an. „Zehn Prozent unserer hauptamtlichen Mitarbeiter kommen über den Bundesfreiwilligendienst zu uns“, freut sich Dennis Behrendt.