Der Kreisverband Dachau des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) übernimmt den seit fast zwei Jahren probeweise betriebenen Rettungswagen (RTW) in Erdweg ab dem 1. Februar 2025 als einen festen Standort, der an allen Wochentagen immer von 9 Uhr bis 21 Uhr besetzt ist. Dies hat der Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) aufgrund eines Gutachtens entschieden.
Der Standort für den Rettungswagen liegt an der Hauptstraße in Erdweg, wobei er dort nur selten zu sehen ist. Von 1. März 2023 bis 31. Dezember 2024 war er 8.064 Stunden im Dienst und hatte 3.485 Einsätze aller Art. Der RTW legte insgesamt 105.865 km zurück.
Im Jahr 2024 waren es allein 1.960 Einsätze.
„Der zusätzliche RTW ist eine notwendige Ergänzung zu den drei stark ausgelasteten Rettungswachen in Gröbenried, Markt Indersdorf und Odelzhausen. Er entlastet das System mit kürzeren Anfahrtszeiten für die Patienten“, erklärte Bernhard Seidenath, der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Dachau
„Wir freuen uns sehr über diese Nachricht. Das Ergebnis zeigt, dass unsere hohe fachliche Kompetenz und unser Engagement im Rettungsdienst Anerkennung finden", betonte der BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt. Behrendt und Seidenath nahmen die gute Nachricht zum Anlass, allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften herzlich zu danken. „Diese Entscheidung ist auch und gerade eine Wertschätzung für die engagierte Arbeit unserer Rettungskräfte, die an 365 Tagen im Jahr unermüdlich für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sind. Sie sind unser großes Pfund – mit ihrem Einsatz, ihrer Professionalität und ihrem Herzblut."
Mit dem Rettungsstandort in Erdweg werden im Landkreis Dachau nun untertags durch das BRK Dachau fünf RTWs vorgehalten. Nachts sind es vier. Im Jahr 2024 hatte der BRK-Rettungsdienst im Landkreis Dachau rund 25.000 Einsätze. Der steigende Einsatzbedarf hängt auch mit den oft ausgeschöpften Kapazitäten in den Notaufnahmen und Intensivstationen der Krankenhäuser zusammen. Es kommt vor, dass der RTW in ein weit entferntes Krankenhaus fahren muss. Spätestens 12 Minuten, nachdem ein Notruf eingegangen ist, soll in Bayern der Rettungsdienst am Einsatzort eintreffen. Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt freut sich über den nun dauerhaften Standort in seiner Gemeinde: „Das ist wichtig, um die Bürgerinnen und Bürger im Notfall weiterhin optimal versorgen zu können. Mit dem RTW und dem zusätzlichen Rettungspersonal können wir hier dauerhaft eine Versorgungslücke schließen.“