Traditionell lud der BRK-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath die politische Prominenz in die Sanitätswache ein, um dem ehrenamtlichen BRK-Team seine Wertschätzung entgegenzubringen. Vorgestellt wurden auch die Mitglieder des Croce Rossa Italiana aus Fondi, mit dem das BRK Dachau im vergangenen Jahr eine Kooperation geschlossen hat. Erstmalig unterstützen die italienischen Kollegen das BRK Dachau auf dem Volksfest und helfen im Glückshafen und in der Sanitätswache mit. Sie wurden am Vortag im Dachauer Rotkreuzhaus begrüßt. Der Präsident Mario di Vito und seine sechsköpfige Delegation freuten sich über den herzlichen Empfang.
Ihre Mithilfe war auch sogleich gefragt, denn bereits in der ersten Stunde nach dem Bieranstich hatte die Sanitätswache vier Patienten zu versorgen. Die ehrenamtliche Sanitäterin Brigitte Haupt berichtete: „Es handelte sich um ernstere Fälle. Wir mussten alle vier Patienten ins Krankenhaus weiterleiten.“
Bernhard Seidenath dankte neben dem Roten Kreuz auch der Freiwilligen Feuerwehr Dachau und der Polizei als beteiligten Organisationen: „Es ist großartig, was hier geleistet wird! Dank ihrer Zuverlässigkeit und hohen fachlichen Kompetenz sind wir im Notfall bestens versorgt und können auf dem Volksfest unbeschwert feiern. Die Zusammenarbeit zwischen den Blaulichtorganisationen klappt hervorragend!“ Der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann wies - neben seinem Dank für das ehrenamtliche Engagement - auch auf die Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Fondi hin, die nun durch das Rote Kreuz noch stärker gefestigt werde. In Doppelfunktion als BRK-Kreisgeschäftsführer und dritter Dachauer Bürgermeister sagte Dennis Behrendt: „Mein Dank gilt allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. In bewährter Zusammenarbeit geben sie unseren Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit.“
Zuständig für die Organisation und die Abläufe auf der Wiesnwache ist der Bereitschaftsleiter Benjamin Sanchez. Die Sanitätswache des BRK Dachau kann fünf Leicht- bis Mittelschwerverletzte gleichzeitig versorgen. Sanchez stellte einige Neuerungen vor, wie neue Trennwände und die digitale Ausstattung. Die Sanitätswache ist technisch so gut ausgerüstet, dass auch in einem großen Schadensfall nahtlos weitergearbeitet werden kann.
Während der gesamten Volksfestzeit sind rund 60 Ehrenamtliche im Einsatz. Sie leisten den Dienst in ihrer Freizeit und nicht selten sogar in ihrem Urlaub, um Volksfestbesucherinnen und -besuchern im Notfall zu helfen. Die stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Angelika Gumowski betonte, wie wichtig das Ehrenamt für das Volksfest ist, denn auch der Glückshafen wird vom BRK ausschließlich ehrenamtlich betreut.
Neben Landrat Stefan Löwl und dessen zwei Stellvertreterinnen Marianne Klaffki und Michaela Steiner begrüßten Bernhard Seidenath und seine Stellvertreterin Angelika Gumowski den Landtagsabgeordneten Johann Groß, die Bezirksrätin Stephanie Burgmaier, Altbezirkstagspräsident Josef Mederer, die zweite Dachauer Bürgermeisterin Katja Graßl, zahlreiche Stadträtinnen und Stadträte sowie den Dachauer Kulturamtsleiter Tobias Schneider. Aus dem Roten Kreuz waren Kreisbereitschaftsleiter Reinhard Weber und seine Stellvertreterin Iris Rempis gekommen.
Seidenath betonte: „Dieser Besuch ist auch Wertschätzung für und ein Dankeschön an unsere ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter - und macht deutlich, wie wichtig ihre Arbeit für unsere Gesellschaft ist.“ Bewährt hat sich auch die gegenseitige Unterstützung von Helferinnen und Helfern der Wiesnwache und der Freiwilligen Feuerwehr Dachau, die mit 57 Freiwilligen in 102 Schichten die Rettungswege kontrollieren und auch das Radrennen und das Feuerwerk betreuen.
Die Sanitätswache ist täglich in zwei Schichten von 12:00 Uhr bis 00:30 Uhr besetzt. Pro Schicht sind acht bis zehn ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter im Dienst. Zudem gibt es den Bereich „Sicheres Volksfest“ für Schutzsuchende und sexuell belästigte Personen. Hier steht speziell ausgebildetes Personal zur Verfügung. Der Wickelraum der Stadt Dachau wird ebenfalls mitversorgt.