Neuburg-Schrobenhausen/Dachau – Der Förderverein der humanitären Hilfe im BRK-Kreisverband (KV) Neuburg-Schrobenhausen und der BRK-Kreisverband Dachau setzen sich mit dem Projekt „1000 Betten für die Ukraine“ für eine nachhaltige Unterstützung des ukrainischen Gesundheitssystems ein. Funktionsfähige Pflegebetten, die in deutschen Pflegeeinrichtungen ausgesondert werden, werden kostenfrei abgeholt und in die Ukraine transportiert. Die Betten werden direkt in ukrainischen Pflegeheimen und Rehaeinrichtungen wiederverwendet. Partner vor Ort ist das Ukrainische Rote Kreuz im Oblast Iwano-Frankiwsk, das die Verteilung der Betten an bedürftige Einrichtungen koordiniert.
Seit dem Start des Projekts im Jahr 2019 konnten bereits mehr als 500 Betten in die Ukraine gebracht werden. Nun wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Die Sozialservicegesellschaft des BRK hat 348 weitere Betten zur Verfügung gestellt, die in den kommenden Wochen in die Ukraine transportiert werden. Die Betten waren in ganz Bayern verteilt. Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaften aus der Region haben die Betten in unzähligen Stunden transportfertig gemacht und in ein zentrales Lager im Landkreis Freising gebracht. Von dort aus übernehmen die Helfer und Helferinnen aus Neuburg-Schrobenhausen und Dachau gemeinsam mit der Spedition Transcom in Langenbach die gesamte Logistik des Abtransports.
Hans Ramsteiner vom Team der Internationalen Hilfe des BRK Dachau und Anton Gutmann vom BRK Neuburg-Schrobenhausen, die das Projekt mit aus der Taufe gehoben haben, berichten: „Durch den Landeskatastrophenschutzbeauftragten Martin Ibrom, seiner landesweiten Kontakte und des außergewöhnlichen Engagements wurden ehrenamtliche Helfer und Helferinnen aus ganz Bayern eingebunden. So entwickelte sich das Vorhaben zu einer erfolgreichen landesweiten Aktion.“
Aktuelle Herausforderungen in der Ukraine
Das Gesundheitssystem in der Ukraine ist durch die anhaltenden Kampfhandlungen und die wirtschaftliche Not sehr belastet. Vor allem in der Ostukraine verschärft sich die Situation. Viele Rehaeinrichtungen und Pflegeheime müssen kriegsbedingt evakuiert und in die Westukraine verlegt werden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Binnenflüchtlinge, die dringend medizinische Versorgung benötigen. Hier setzt das Projekt an und leistet konkrete Hilfe.
Finanzierung und Koordination
Der Landesverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) übernimmt die Finanzierung und Koordination der Aktion im Inland. Anton Gutmann, Vorsitzender des Fördervereins der humanitären Hilfe im BRK-Neuburg-Schrobenhausen, zeigt sich begeistert: „Durch diese großartige Aktion kommt unser Projekt ‚1000 Betten für die Ukraine‘ einen riesigen Schritt voran. Es ist beeindruckend, wie viel Solidarität und Engagement hier zusammenkommen.
Auch Hans Ramsteiner betont die Bedeutung des Projekts: „Diese Aktion ist eine herausragende humanitäre Hilfe für die vom Krieg so belasteten Verletzten, Kranken und Alten der Ukraine. Jedes Bett, das wir liefern, bedeutet konkrete Unterstützung für Menschen in Not.“