Ein Jahr Fahrdienst im BRK Dachau – erfolgreiche Auslastung

Dank der Kooperation mit dem BRK-Kreisverband Fürstenfeldbruck konnte das Rote Kreuz in Dachau vor genau einem Jahr seinen Betreuten Fahrdienst wieder aufnehmen. Der Leiter, Wolfgang Gerstlacher, zieht ein erstes klares Resümee: „Wir sind erfolgreich!“

Nachdem der Fahrdienst am 1. Juli 2025 im BRK Kreisverband Dachau wieder aufgenommen werden konnte, hat er sich sehr gut etabliert. Wolfgang Gerstlacher berichtet: „Unsere Auslastung ist sehr gut. Von den Pflegeheimen und im Franziskuswerk Schönbrunn werden wir sehr oft geholt.“ Auch die Kliniken in Dachau und Fürstenfeldbruck werden häufig angefahren. Mit seinem Stellvertreter Benjamin Forster und den zwei festangestellten Fahrern Marius Popa und Manuel Jibajd Zamora hat Gerstlacher ein verlässliches und freundliches Team. Der Fahrdienst des BRK Dachau wird über die Zentrale in Fürstenfeldbruck geleitet. Dort werden die Fahrten disponiert. Befördert werden Patienten, die wegen einer Behinderung, Verletzung oder altersbedingten Beschwerden in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können. Dazu gehören Fahrten zum Arzt, zur Dialyse, Reha oder ins Krankenhaus. Je nach Bedarf und auf Abruf werden die Fahrgäste sitzend, im Rollstuhl oder liegend gefahren. 

Die Auslastung ist mittlerweile so gut, dass demnächst ein drittes Transportfahrzeug in den Fuhrpark des Fahrdienstes aufgenommen wird. Es handelt sich um einen Opel Combo, der als reines Rollstuhl-Fahrzeug eingesetzt wird. Er hat eine schwenkbare Kopfstütze. Damit trägt das BRK der Nachfrage Rechnung, denn zwei Drittel der Transporte werden für sitzende Fahrgäste angefordert und nur ein Drittel sind als Liegend-Transporte notwendig. „Der Fahrgast und seine Sicherheit stehen bei uns im Mittelpunkt“, so Gerstlacher. Ein Grund für die gute Nachfrage mag auch sein, dass die Fahrer des Roten Kreuzes am Transportziel auf ihren Patienten bei einer kurzen Behandlungszeit warten und ihn dann sofort wieder zurückfahren. Der Fahrgast muss also keine Wartezeit in Kauf nehmen. „Wenn es sich um eine Blutabnahme oder eine EKG-Untersuchung handelt, warten wir so lange, bis unser Fahrgast fertig ist“, berichtet Wolfgang Gerstlacher. Schon bei der Aufnahme des Transportes wird geklärt, wie lang der Termin wohl dauern wird. Gerstlacher betont: „Das wird von den Kunden sehr positiv aufgenommen.“ Der Fahrdienst deckt die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck ab und erledigt Kurzzeitpflegefahrten für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, beispielsweise nach Osterhofen oder an den Chiemsee. Die weiteste Fahrt bisher sei in eine Kurzzeitpflege nach Fehrenbach im Schwarzwald gewesen, so Gerstlacher.  

Der BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt freut sich, dass dieser Service nun auch wieder in Dachau erfolgreich angeboten werden kann. Er lobt das Team: „Der Fahrdienst hilft den Menschen und ist ein echter Benefit. Unsere Fahrer machen sehr gute Arbeit, unsere Kunden sind zufrieden.“ Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath betonte: „Die Jahre, in denen wir keinen Fahrdienst anbieten konnten, haben geschmerzt. Denn als Rotes Kreuz wollen wir in allen Lebenslagen zuverlässig und kompetent da sein für die Menschen. Und Mobilität ist ein großes Bedürfnis. Deshalb bin ich froh, dass sich der Fahrdienst wieder so gut etabliert hat. Danke an alle Beteiligten!“ 

Foto (von li nach re): Bernhard Seidenath, Wolfgang Gerstlacher, Dennis Behrendt, Manuel Jibaja Zamora, Max Frisch (Bereichsleiter Lokale Dienste & Service) und Marius Popa.