Fast ihr ganzes Leben lang engagierte sich Rosi Tich ehrenamtlich für das Rote Kreuz Dachau. Am 24. März war sie im Alter von 81 Jahren verstorben. Beim Requiem in St. Jakob konnten sich auch die Mitglieder des Roten Kreuzes von ihr verabschieden. Im Anschluss wurde sie auf dem Dachauer Stadtfriedhof zu Grabe getragen.
In seiner Trauerrede sagte der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath: „Mit Rosi Tich verlieren wir, verliert die Dachauer Rot-Kreuz-Familie ein Urgestein, eine der aktivsten und prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte.“ Rosi Tich war am 30. Oktober 1965 in die Bereitschaft Dachau eingetreten. Von Anfang an engagierte sie sich auch in den Feldern, die heute zur Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit, der WuS, gehören.
Sie war unglaublich vielseitig, begleitete die Anfänge der Dachauer Tafel vor rund 30 Jahren zusammen mit den Gründern Helmut Thaler und Edda Drittenpreis und engagierte sich von Anfang für die Aktion „Kinder für Kinder“. Unermüdlich und zuverlässig war sie zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde.
Seit 1. Januar 1981 wirkte Rosi Tich im Team Altenclub, zudem war sie in der Bereitschaft Dachau aktiv, ebenfalls in verantwortlicher Position. Als Bereitschaftsleiterin in Dachau und auch als stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin im Schulterschluss mit Jörg Westermair füllte sie diese verantwortungsvolle Funktion mit großem Sachverstand und Empathie für die Kameradinnen und Kameraden aus.
Für ihren Einsatz im Roten Kreuz wurde Rosi Tich mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie bereits 1996 die Ehrennadel des BRK für besondere Verdienste in Silber, sowie das Ehrenzeichen der Bereitschaften in allen drei Stufen, 1988 in Bronze, 2001 in Silber und 2006 in Gold. Und sie war Trägerin des Ehrenzeichens der WuS in Silber, mit dem sie 2018 geehrt wurde.
Die WuS-Beauftragte und stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Angelika Gumowski betonte: „Rosi Tich war eine großartige Persönlichkeit. Sie hat die Grundsätze und das Motto unseres Roten Kreuzes gelebt. Sie hat „Menschen geholfen. So wie Rosi Tich dürfen wir uns die hochengagierten Frauen vorstellen, die bereits 1866 mit dem Frauen-Zweigverein die Rotkreuz-Bewegung im Landkreis Dachau begründet hatten.“
Der BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt schließt sich an: „Wir haben einen unglaublich engagierten und liebenswerten Menschen verloren. Rosi Tich hat dem Roten Kreuz nach außen ein Gesicht gegeben und hinterlässt eine große Lücke.“