Das BRK berichtet: Ruhige Faschingsumzüge mit wenigen Vorfällen

An den beiden vergangenen Wochenenden war das Bayerische Rote Kreuz unter der Federführung der Bereitschaft Markt Indersdorf bei den Faschingsumzügen im nördlichen Landkreis im Einsatz. Insgesamt waren bis zu 85 Einsatzkräfte tätig, aufgeteilt auf mobile Trupps, feste Unfallhilfsstellen sowie Kräfte in Einsatzleitung, Technik, Betreuung und Verpflegung. Erfreulich aus Sicht der Einsatzkräfte: Die Einsätze beschränkten sich überwiegend auf Bagatellen wie kleinere Schnittwunden oder alkoholbedingte Erschöpfungszustände. Rund 70 Personen wurden durch die Sanitätsteams versorgt, lediglich eine einstellige Zahl musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden.

Der Leiter der Bereitschaft Markt Indersdorf, Thomas Bauer, berichtet: „Faustschläge waren heuer kein Thema. Eine Bisswunde im Kampf um die Gunst einer Frau sowie eine Auseinandersetzung unter Einsatz von Pfefferspray stellten bereits die fragwürdigsten Höhepunkte dar.“ Besorgniserregend, wenn auch als Einzelfälle, seien hingegen vollständige Blackouts infolge berauschender Mittel gewesen. Insgesamt ziehe man jedoch eine sehr positive Bilanz: „Es waren schöne, bunte und friedliche Feste. Besonders freut uns, dass unsere Arbeit von den Besucherinnen und Besuchern mit großem Respekt und Dankbarkeit wahrgenommen wurde. Unser Dank gilt den Veranstaltern, den Gemeinden, den Feuerwehren, dem Landratsamt, der Polizei Dachau sowie der Jugendarbeit“, so Bauer. Die konstruktive Planung im Vorfeld und die reibungslose Zusammenarbeit an den Veranstaltungstagen hätten maßgeblich zu sicheren und fröhlichen Feiern beigetragen. Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath besuchte die Ehrenamtlichen zu Beginn ihres Einsatzes zusammen mit dem stellv. Landrat Helmut Zech und Sulzemoos´ Bürgermeister Johannes Kneidl. Gemeinsam würdigten sie das Engagement: „Wenn andere feiern, seid Ihr alle in Eurer Freizeit da, damit im Notfall schnell Hilfe geleistet werden kann. Das ist großartig und hält unsere Gesellschaft zusammen.“ Viele Helferinnen und Helfer engagierten sich bereits über Wochen hinweg mit großem Einsatz – einzelne von ihnen investierten dabei bis zu 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden von Oktober bis Aschermittwoch. Bauer betonte: „An Fasching halten alle zusammen – von Neuburg bis Gilching, von der Hundestaffel bis zur Wasserwacht, von jungen Erwachsenen bis zu Rentnern. Jeder Beitrag zählt, und manche gehen dabei weit über das Übliche hinaus. Danke an alle Rotkreuzler, die aus Liebe zum Nächsten helfen.“ Den Abschluss der diesjährigen Faschingssaison bildet die sanitätsdienstliche Absicherung der Veranstaltungen in Weichs, bevor am Aschermittwoch wieder Ruhe einkehrt.