Der Hilferuf aus der Ukraine war deutlich: Die Rotkreuz-Zentrale in Iwano-Frankiwsk kämpft mit massiven Stromausfällen. Die humanitäre Arbeit vor Ort ist gefährdet. Dank einer spontanen Welle der Solidarität aus dem Landkreis Dachau kann nun ein dringend benötigtes Notstromgerät angeschafft werden. Bereits die Kleidersammlung des BRK Dachau am 24. Januar 2026 sorgte für große Unterstützung. Über 500 Säcke und Kartons Winterkleidung sowie medizinische Hilfsmittel wurden gespendet. Aufgrund der überwältigenden Menge konnte nun ein weiterer Hilfstransport in die Ukraine organisiert werden. Als den größten Erfolg aber benennen die Ehrenamtlichen der Internationalen Hilfe, dass dank eines weiteren Aufrufes nun auch die Finanzierung des notwendigen Notstromgeräts innerhalb kürzester Zeit gelungen ist. Rund 3.500 Euro wurden dafür benötigt. Hans Ramsteiner berichtet: „Dank sehr vieler weitere spontaner Spenden der Dachauerinnen und Dachauer konnten wir das Gerät nun innerhalb kürzester Zeit anschaffen. Das ist großartig!“.
Seit mehr als drei Jahrzehnten besteht eine enge Verbindung des Dachauer Roten Kreuzes zum Roten Kreuz in Iwano Frankiwsk. Hans Ramsteiner kennt die Lebensverhältnisse der Menschen dort sehr gut. Er berichtet: „Die Bevölkerung der Region Iwano-Frankiwsk ist erheblich belastet. 140.000 Geflüchtete aus den Frontgebieten haben dort Schutz gefunden, weitere 20.000 Menschen müssen evakuiert werden. Strom- und Heizungsausfälle bringen Krankenhäuser, Schulen und Hilfsorganisationen regelmäßig an ihre Grenzen.“ Der Leiter der Internationalen Hilfe, Jörg Zimmermann, ergänzt: „Die Energieversorgung ist kaputt. Das Rote Kreuz in der Ukraine braucht hier unsere Hilfe.“ Ein Notstromgerät bedeutet vor Ort nicht nur Licht und Wärme, sondern vor allem Handlungsfähigkeit, Sicherheit und Hoffnung.
Das BRK Dachau bedankt sich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern.