Karlsfeld –Aus einer Tombola wurden Lose verkauft. Später wurde die mehrstöckige Jubiläumstorte angeschnitten und die Kinder tobten sich auf ihrem Gelände aus. Dass der Kinderhort „Mooshüpfer“ eine Oase im Alltagstrubel ist, in der das Miteinander im Mittelpunkt steht, kam bei derJubiläumsfeier sichtbar zum Ausdruck. So dankte Monika Lipske auch ihren 12 Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und dem einzigen männlichen Erzieher im Haus,  sowie den vielen fleißigen Helfern, bis hin zu den Reinigungskräften, für die engagierte Zusammenarbeit und die vielen schönen gemeinsamen Stunden.

Foto: BRK-Referatsleiterin Katrin Ferland, Persönliche Referentin des Geschäftsführers Diana Tielman, Hortleiterin Monika Lipske und BRK-Fachberaterin Ursula Singer-Parzefall mit Yan und Sophia und den beiden Maskottchen Paule und Franz.
Foto: BRK-Referatsleiterin Katrin Ferland, Persönliche Referentin des Geschäftsführers Diana Tielman, Hortleiterin Monika Lipske und BRK-Fachberaterin Ursula Singer-Parzefall mit Yan und Sophia und den beiden Maskottchen Paule und Franz.

Monika Lipske leitet seit neun Jahren den Kinderhort. Dass das Fest so gelungen war, lag auch an der „hauseigenen Tanzgruppe“, wie Monika Lipske ankündigte. Vier Mädchen führten eine eigene Choreographie auf. Den ganzen Tag waren die beiden Maskottchen dabei, „Paule der Spaßvogel“ und „Franz der Mooshüpfer“, wohlbehütet von Sophia und Yan. Der stellvertretende Bürgermeister Stefan Handl betonte, wie wichtig das Thema Kinderbetreuung im Gemeinderat in Karlsfeld sei, „um Beruf und Familie zu vereinbaren. „Bei den hohen Immobilienpreisen müssen beide Eltern einem Beruf nachgehen“, so Handl. Dass der Gemeinde die Instandhaltung und Modernisierung der Betreuungseinrichtungen wichtig sei, zeige sich auch in der bevorstehenden Brandschutz-Sanierung, „um die Sicherheit der Kinder optimal zu gewährleisten.“ Die BRK-Referatsleiterin Kathrin Ferland richtete ihren Dank auch an die Eltern, „die uns ihr wichtigestes Gut, nämlich ihre Kinder, täglich anvertrauen.“ Der Kinderhort sei auch deshalb ein Ort der Geborgenheit, weil die Kinder mitbestimmen dürften und ihnen die Mitarbeiter Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung entgegenrächten, so Ferland.

Im Juli 1996 fasste die Gemeinde Karlsfeld den Beschluss, an der Sesamstraße ein neues Hortgebäude zu errichten. Die beiden damals bestehenden Hortgruppen waren in der heutigen Mittelschule untergebracht, in der der Platz nicht mehr ausreichte. Am 1. April 1997 übernahm der BRK-Kreisverband Dachau die Trägerschaft des Hortes aus den Händen der Gemeinde und aus zwei Hortgruppen wurde eine. Der damalige BRK-Kreisgeschäftsführer Rudolf Stauss erinnert sich noch gut an die Gründung des neuen Hortes. Heute werden sechs Gruppen mit insgesamt 150 Kindern bei den Mooshüpfern betreut. Mit dem viergruppigen Kinderhort „Pfiffikus“, dem Kindergarten „Zwergerlstube“ und der Krippe „Nesthäkchen“ betreut das BRK Dachau in der Sesamstraße insgesamt rund 400 Kinder. Weitere Betreuungseinrichtungen des BRK-Kreisverbandes Dachau in Karlsfeld sind der „Flohzirkus“ in der Jahnstraße und das Kinderhaus „Schatzinsel“ in der Röntgenstraße. Unter den Gästen der Jubiläumsfeier war auch die Behindertenbeauftragte und ehemalige Gemeinderätin Anita Neuhaus. Sie hatte die Gründung der „Karlsfelder Mooshüpfer“ miterlebt und war die erste Leiterin des Hortes. Sie betonte: „Ich freue mich, dass der Hort so gewachsen und immer noch so schön ist.“